Wera Goldman feiert ihren 90. Geburtstag
zahlreiche persönliche Freunde haben sie nach Wien eingeladen, um mit ihr zu feiern.
„Das hohe Lied der Lieder“
Tanz: Wera Goldman / Radha Anjali / Martina Haager
Musik: Wera Goldman (Pastorales Musikkonzept), Liora Wenig (Flöte),Tomer Shalom (Trommel), Meir Seror (sound engineer), Martin Kratochwil (Bearbeitung/Schnitt)
Wera Goldman, Tänzerin/Choreographin/Pädagogin, lebt und arbeitet in Tel Aviv/Israel
Die Künstlerin ist eine der letzten aktiven Ausdruckstänzerinnen und somit Vertreterin einer der wichtigsten europäischen Tanzströmungen des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Die an einem 7.November in Wien geborene Wera Goldman widmete sich schon in sehr jungen Jahren ihrer Leidenschaft, dem Tanz. Sie begann ihre Tanzausbildung bei Riki Raab in Wien. 1938 musste die junge Goldman nach Palästina emigrieren, lebte und arbeitete dort als Pionier-Mitglied in einer Kibbuz-Kommune. Schon bald schloss sie sich der ebenfalls 1935 emigrierten, wiener Ausdruckstänzerin Gertrud Kraus in Tel Aviv an und tanzte in deren Company. Fünf Jahre lang blieb sie dort Mitglied und tanzte wesentliche Solo-Partien, darunter die Rolle des Todes in „Des Dichters Traum“ (1943). Anlässlich der Veranstaltungsreihe „Tanz im Exil“, die 1998 von Dr. Andrea Amort, der Alten Schmiede und in Zusammenarbeit mit den Jüdischen Kulturwochen ins Leben gerufen wurde, trat Wera Goldman erstmals seit 1938 in Österreich auf und zeigte das von ihr choreographierte und selbst interpretierte Tanzdrama „Der Dybbuk“. Vom damaligen Kulturstadtrat Peter Marboe bekam sie als Ehrenzeichen der Stadt Wien den „Goldenen Rathhausmann“ überreicht. 2001 präsentierte Wera Goldman ihre Choreografie über die Bibelfigur „Sara im Zelt“ bei den Jüdischen Kulturwochen, getanzt von Martina Haager und organisiert von Dr. Andrea Amort. Sie hielt auch eine Lecture in der Alten Schmiede. 2006 wurde Wera Goldman von motionworX /Martina Haager nach Österreich eingeladen, um „FRIEDENSZELT“ zu choreografieren und zu präsentieren (KosmosTheater Wien , Kino Ebensee /Oberösterreich und Grazer Oper/Studiobühne). 2008 veranstaltete Dr. Andrea Amort als Kuratorin des Odeon Festivals eine Benefizgala für Wera Goldman, bei der viele KünstlerInnen für sie tanzten. Sie selbst tanzte den „23. Psalm“ mit Martina Haager und Serkan Bozkuz. Die Ehrenmedaille der Stadt Wien wurde ihr an diesem Abend feierlich überreicht.
Wera Goldmans Interesse galt neben dem Ausdruckstanz und damit verbundenen zahlreichen eigenen Choreographien auch der Vielfalt unterschiedlicher ethnischer Tanzformen. Sie hielt sich längere Zeit in Australien, Südostasien und Indien auf, wo sie die dortigen, verschiedenen Tanzformen ausführlich studierte. In Indien setzte sie sich lange Zeit eingehend mit den Stilarten des klassischen indischen Tanzes auseinander.
Ihre Spezialität ist es, die Indische Tanzsprache zu verwenden, um biblische Psalmen auszudrücken.
am: Sa. 5. November, 19.30 Uhr
im: Natya Mandir Studio, Börseplatz 3, 1010 Wien
Anmeldung: 0676 312 57 36
E-mail: natyamandir@hotmail.com